Vom Unsichtbarsein …
Essay Vom Unsichtbarsein … Über fremdbestimmte Unsichtbarkeit, akademische Fragwürdigkeit und einen langen Weg. Als Kind saß ich mit großen Augen vor dem Fernseher, wenn Pan Tau sich mit der rechten Hand auf die Melone trommelte und die Hutkrempe umkreiste und plötzlich verschwand. In meinem Kopf gingen die Gedanken spazieren und ich fantasierte, in welchen Situationen sich das Unsichtbarsein als nützlich erweisen könnte. Ich muss gestehen: meist handelte es sich um verbotene Dinge – sich unbemerkt dazugesellen, wenn die Eltern den Krimi zu später Stunde schauen, den Schwestern Streiche zu spielen oder heimliches Stibitzen von Süßigkeiten. Attraktiv erschien es deshalb, weil ich in meiner Phantasie selber darüber verfügte, ob ich sichtbar bin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Harry Potters Tarnumhang für ähnliche Gedankenspiele bei meinen Söhnen sorgte – und ich hoffe, ihre Wunschliste blieb ähnlich harmlos wie meine. Wie wütend einen Unsichtbarkeit mach...